Michi Kirchgasser & Kirchi Fanclub

„Ich bin überglücklich, solange meinen Traum leben zu dürfen“, sagte Kirchgasser kurz vor dem Ende einer langen Reise

Beim Slalom der Damen, am 10. März 2018 in Ofterschwang, wird Michaela Kirchgasser ihre Abschiedsvorstellung im Skiweltcup geben. Acht Tage vor ihrem 33. Geburtstag beendet Michi Kirchgasser ihre aktive Karriere und sagt am Ofterschwanger Horn „Servus“.

Für die Slalom- und Riesentorlaufspezialistin, die auch bei den Super-Kombis an den Start ging ein Abschied mit vielen Emotionen. Unvergessen bleiben unter anderem ihre drei WM-Goldmedaillen im Teambewerb (2007, 2013 und 2015).

Nachfolgend ein Steckbrief über Ihre Erfolge in den vergangenen Skijahren. Ab sofort wird sich Michi neuen Zielen und Herausforderungen stellen und sie sicher bravorös meistern!!!

Kirchgasser feierte ihre ersten Errungenschaften in der Saison 1999/2000. In diesem Winter triumphierte sie in den Riesentorlaufen des Trofeo Topolino und des Whistler Cups. Bei den österreichischen Schülermeisterschaften siegte sie sowohl im Riesenslalom als auch in der Kombination. Beim Parallelslalom in Voukatti 2001 gewann sie die Silbermedaille. In dieser Ortschaft wurde das European Youth Olympic Festival ausgetragen. Im Dezember 2001 kam die Österreicherin zu ihrem ersten Weltcupeinsatz. Mit der hohen Startnummer 77 belegte sie im Torlauf von Sestriere den 17. Rang, kurze Zeit später belegte sie bei ihrem zweiten Einsatz sogar den 14. Platz.

In der Folge gewann sie im Jahr 2003 den WM-Titel im Juniorenbereich im Slalom und schob sich bereits einmal unter die Top-10 bei einem Weltcuprennen. In der Folge wurde sie immer besser und zeichnete sich durch die Ränge fünf bzw. sechs im Torlauf bzw. in der Kombination im Rahmen der Olympischen Winterspiele 2006 in Turin aus. Durch diese guten Resultate stieg sie in die ÖSV-Nationalmannschaft auf.

Im November 2006 gastierten die Riesentorläuferinnen im US-amerikanischen Aspen. Kirchgasser zeigte ihre ganze Klasse und belegte den dritten Rang. Diese herausragende Leistung bestätigte sie in der Super-Kombination auf der Reiteralm. Hier wurde sie sogar Zweite. Bei der alpinen Ski-WM 2007 in «ļre belegte die sympathische Sportlerin die Goldmedaille im Teambewerb. Dazu gesellten sich ein vierter Rang im Riesentorlauf und Position neun im Slalom. Kurze Zeit später siegte sie beim Weltcup-Riesentorlauf in der Sierra Nevada. Am Ende reichte es für Platz acht im Gesamtweltcup. In den Disziplinen reichte es für die Ränge drei und vier im Riesentorlauf und der Kombination.

Danach fiel Kirchgasser für eine Saison in ein kleines Loch. Sie belegte nur zweimal den siebten Rang.  Doch bereits in der Folgesaison kam sie gut zurück und erreichte gute Platzierungen wie etwa den zweiten Platz beim Riesentorlauf in Cortina d’Ampezzo. Bei der WM 2009 im französischen Val d’Isère schrammte sie als Fünfte knapp am Riesentorlauf-Edelmetall vorbei. Beim Probelauf zur Abfahrt in Tarvis stürzte „Kirchi“ schwer und musste aufgrund einer Knorpelimpressionsfraktur im linken Oberschenkel die Saison 2008/09 vorzeitig beenden.

Der Skiwinter 2009/10 war in Bezug auf die Super-Kombination eine der besten für Kirchgasser. In Val d’Isère wurde sie Vierte und in St. Moritz Zweite. In der Summe war das der dritte Platz in der Disziplinenwertung. Bei den Olympischen Winterspielen belegte sie Rang neun in der Kombination bzw. Position 15 doch ansprechende Ergebnisse. In der Folge wurde die Kombination zu ihrer besten Disziplin. Bei der WM in Garmisch-Partenkirchen 2011 reichte es für die Silbermedaille im Teambewerb.

Im Winter 2011/12 erreichte sie in Zagreb den dritten Platz im Slalom. In Kranjska Gora gewann sie den Torlauf und erzielte in beiden Durchgängen Laufbestzeiten. Im City Event von Moskau belegte  sie den zweiten Rang nach Erfolgen gegen Anna Fenninger, Tina Maze und Maria Höfl-Riesch. Erst im großen Finale unterlag sie der US-Amerikanerin Julia Mancuso. In Schladming gewann sie zum Saisonkehraus wieder im Torlauf und belegte hinter Teamkollegin Marlies Schild den zweiten Rang in der Slalomwertung. Beim Teambewerb hatte sie auch die Nase vorn. Nach diesem Winter unterzog sich die Athletin einer Knieoperation.

Bei der Heim-WM in Schladming 2013 erreichte Kirchgasser bloß „Blech“ in der Super-Kombination. Im Slalom reichte es für Silber, im Teambewerb gab es Gold. Während des Winters 2012/13 gab es zwei dritte Ränge und sechs Ausfälle im Slalom. Bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014 fuhr die ÖSV-Athletin mit den Rängen sieben in der Super-Kombination und zwölf im Riesentorlauf relativ deutlich an den avisierten Medaillen vorbei.

Bei der WM 2015 reichte es für Bronze in der Super-Kombination. In Vail/Beaver Creek stand die Österreicherin jedoch auf der höchsten Stufe des Podiums, denn sie siegte erneut im Mannschaftsbewerb. Bei der folgenden WM 2017 in St. Moritz gewann sie erneut Bronze in der Kombination.

Michael Kirchgasser gewann überdies sieben Rennen im Europacup und stand in der gleichen Rennserie 14 Mal auf dem Podest. In der Saison 2004/05 gewann sie die Riesentorlaufwertung und belegte in der Gesamtwertung den zweiten Rang. Abgerundet wird ihr Profil mit fünf österreichischen Staatsmeisterschaften, einem Platz unter den besten Drei im Nor-Am-Cup, fünf Siegen in FIS-Rennen und dem Erhalt des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich.

Seit dem 7. Mai 2016 ist Michaela Kirchgasser mit Sebastian Kirchgasser (Er trägt, ohne mit ihr verwandt zu sein, denselben Familiennamen) verheiratet.